Sauberkeitskonzepte in anderen Städten - Abfallkörbe mit Berliner Schnauze

Oft hilft der Blick über den Tellerrand. Dies gilt auch in Sachen Stadtsauberkeit. Hier geht die Berliner Stadtreinigung beispielhaft voran. Während in Wiesbaden um jeden zusätzlichen Papierkorb gestritten und um die Kostenübernahme und regelmäßige Leerung gerungen werden muss, geht Berlin den umgekehrten Weg. Papierkörbe sind in Berlin an quasi jeder Ecke verteilt. (Bert Schnabel)

Überall hängen Abfallkörbe, sie sind knallig orange und tragen lustige Sprüche - frei nach Berliner Schnauze! Wir haben beim letzten Berlin-Besuch einige Sprüche gesammelt - schauen Sie in die Bildergalerie. Wien hat übrigens dieses Vorgehen von den Berlinern abgeschaut und gilt heute als eine der saubersten Städte Europas. Nirgends gibt es überquellende "Mistkübel" (so heißen dort die Papierkörbe) - wirklich nirgends, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung am 25.9.2016 in einem großen Artikel.

In Wien und Berlin gilt das Prinzip: Abfalleimer müssen auffallen, sie sind deshalb schon mal knallbunt.  In Wiesbaden sind sie von zurückhaltendem Grau und häufig arg verdreckt.

 

Es müssen außerdem viele Papierkörbe sein: In Berlin stehen sie an jeder Ecke und dazwischen auch noch. Das ist gewollt: Denn alles, was da drin landet, fällt nicht auf den Gehweg.

 

Außerdem sollen die Bürger wissen, dass sie dort alles reinwerfen dürfen, deshalb die Sprüche: "Gib Gummi", "Für die Zigarette danach", "Würstchen-Bude" usw. Unsere Bildergalerie zeigt weitere Beispiele.

 

Was uns in Berlin auch positiv aufgefallen ist: Unter den Abfallkörben ist es meistens sehr sauber. Es liegen keine Kippen herum (jeder Papierkorb hat einen Einsatz für Kippen), und bei der Leerung fällt offenbar nichts daneben bzw. es wird gleich mit aufgekehrt. Insgesamt ein schönes Beispiel, wie mehr Stadtsauberkeit gelingen kann.


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