Aprilscherz von Dr. Franz ?

Die seltsamen Rechnungen von Dr. Franz zeigen, dass er die finanziellen Auswirkungen der neuen Kehrsatzung auf die Mietnebenkosten immer noch verniedlicht.  (Beitrag von: Christine Dietz)

Durch die Abfallgebührenerhöhung und die neue Straßenreinigungssatzung steigen die Nebenkosten in Mietwohnungen in Wiesbaden nicht deutlich an. So äußert sich Dr. Franz am 1. April im Wiesbadener Kurier. Hätte man die Zeitungente nicht schon entdeckt, man müsste die Behauptung gerade für einen Aprilscherz halten! Natürlich steigen für Mieterinnen und Mieter die Gebührensätze um die gleichen relativen Werte wie für alle anderen auch. Das heißt für viele eine Steigerung der Straßenreinigungsgebühren um mehrere hundert Prozent - und das treibt die Nebenkosten in die Höhe! Der absolute Wert liegt bei mehreren Mietparteien natürlich unter dem Wert eines Einfamilienhauses. Weil jedoch die Nebenkosten auch vorher schon auf mehrere Wohnungen aufgeteilt waren, vervielfachen sich die neuen Gebühren dennoch. Und die meisten zur Miete Wohnenden wissen noch gar nicht, was ihnen finanziell bevorsteht. Bei den nächsten Nebenkostenabrechnungen handelt es sich dann leider gewiss nicht um einen Aprilscherz!

 


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Kommentare: 1
  • #1

    Bert Schnabel (Montag, 04 April 2016 10:01)

    Die Verwirrung mit den Rädern

    In dem Artikel des WK rechnet Herr Dr. Franz vor, dass „lediglich“ bei den Restmülltonnen mit zwei Rädern erhöht wird. Immerhin bis zu 24,81%.
    Bei den „vierrädrigen Tonnen“ würde sogar gesenkt werden. Bei der 1.100-Liter-Tonne von 1.992,00€ auf 1.980,00€ im Jahr. Macht enorme 0,6% aus.
    Es gibt aber auch die 660-Liter-Tonnen. Und die haben auch 4 Räder. Davon gibt es sehr viele in Wiesbaden. Leider werden diese aber nicht gesenkt, sondern um 23,79% erhöht (von 1.194€ auf 1.478€ im Jahr).
    Was lernen wir daraus? Lasst euch kein X für ein U vormachen!